Schutzgemeinschaft Dittlau                                                                                       Naturschutz trifft Landwirtschaft

Eine knapp 20-köpfige Gruppe folgte am Samstag bei regnerischem Wetter Dr. Rapp, dem Kreisvorsitzenden des NABU und Martin Bareis als Vertreter der Landwirte beim ersten Rundgang um das Dittlau.

 

 

 

Die Teilnehmer erfuhren von der Einteilung der Faurndauer Landwirtschaftsflächen in die drei Ösche, Haierösch, Dittlauösch und Lengenösch.

 

Neben Weizen als regional erzeugtem Grundnahrungsmittel werden Getreide wie Gerste und Triticale für die Rinderfütterung im Dittlau angebaut, sowie Mais als nachwachsender Rohstoff für die Biogas-Anlage bei Schloss Filseck. Das im Dittlau angebaute Futtergetreide und der Grasertrag der Wiesen seien eine bedeutende Futtergrundlage für den letzten milchwirtschaftlichen Betrieb Faurndau's.

 

Die Getreideernte, die drei Wochen früher als üblich schon voll im Gange sei, habe in der Region - im Gegensatz zu den meisten anderen Regionen in Deutschland - überraschend gute Erträge gebracht.

 

 

 

Mit der Überbauung des Dittlauöschs durch eine Trabantensiedlung würden 25 ha landwirtschaftlich wertvolle Fläche verloren gehen. Der Flächenanteil Faurndaus an Landwirtschaft und Wald würde dann geringer als der Göppingens mit seinen Bezirken. Der Charakter von Faurndau würde sich wesentlich verändern.

 

 

 

Begehung des Dittlau

Foto: Jauß

 

 

 

Dr. Rapp betonte die grundsätzliche Bedeutung von landwirtschaftlichen Flächen für unsere heimische Landwirtschaft und die regionale Versorgung der Menschen mit Lebensmittel. So gute Ackerböden wie im Dittlau dürften nicht mehr als Bauland verwendet werden. Unter Naturschutzgesichtspunkten seien die am Rande befindlichen Streuobstwiesen und kleinere naturnahe Areale in den Schrebergärten sehr wertvoll. Bei Begehungen von NABU-Kollegen seien dort das ganze Spektrum der Vögel der Feldflur, Fledermäuse, Igel und Feldhasen gesichtet worden.

 

Über Anbaumethoden, Fruchtfolgen und die Gestaltung der intensiv genutzten Feldflur mit Blühstreifen und Feldhecken müsse man mit den Landwirten diskutieren, aber wir dürfen ihnen nicht ihre Ackerböden wegnehmen, so Dr. Rapp.

 

 

 

Zum Abschluss genossen die Teilnehmer einen hervorragenden Most von Richard Schurr.

 

 

 

für die Schutzgemeinschaft Dittlau

 

Jörg Krauß  Tel. 07161-13294

 

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