Autor: Peter Buyer

Am Hohenstaufen haben sich Landtagskandidatinnen und -Kandidaten mit Vertretern von NABU und BUND getroffen. Umwelt und Natur standen im Mittelpunkt, und das gegenseitige Kennenlernen natürlich auch.
Hoch hinaus in den Landtag wollen sie alle, die sieben Kandidatinnen und Kandidaten aus dem zwei Wahlkreise umfassenden Landkreis Göppingen, die am 14. Februar auf Einladung von NABU und BUND im Naturschutzgebiet (NSG) Spielburg gleich unterhalb des Hohenstaufen-Gipfels zusammenkamen. Julian Beier (GRÜNE), Alexandra Bürger (Linke), Bernd Grasshof (Linke) , Sabrina Hartmann (SPD), Peter Körber (FDP), Dr. Mariska Ott (GRÜNE) und Sarah Schweizer (CDU), die schon Landtagsabgeordnete ist, waren vor Ort, dazu drei Dutzend NABU- und BUND-Vertreter. Der NABU-Vorsitzende Dirk Lederbogen stellte kurz das NSG – das einzige in Göppingen – vor, das zweimal im Jahr für je fünf Wochen beweidet wird, um die für die Gegend so typische Kalkmagerwiesen und die Wacholderheide zu erhalten. Auch die „Entbuschung“ gehöre dazu, daran beteilige sich auch die Stadt als Eigentümerin des Spielburg-Grundstücks, sagte Lederbogen. Und schon entspann sich eine lebhafte Diskussion um die für das ganze Land so typischen Streuobstwiesen, die auch direkt unterhalb der Spielburg zu sehen sind. Gefördert werden sollte deren Erhalt, da waren sich NABU, BUND und auch die sieben Kandidatinnen und Kandidaten einig. Nach dem NSG-Besuch ging es ins nahe Schützenhaus zum Aufwärmen und zum näheren Kennenlernen. Alle sieben Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich kurz vor, Klima-, Natur- und Artenschutz ist allen nach eigener Aussage wichtig.
Um das alles voranzubringen, braucht es aber auch Geld, „Naturschutz und ökologische Landwirtschaft müsse sich wieder lohnen“, hieß es in der Diskussion seitens der NABU- und BUND-Vertreter, mit Blick auf die Einkommen der Landwirte plädierte Sabrina Hartmann für eine „angemessene Entlohnung“, Sarah Schweizer machte auf das „Nachfolgethema“ in vielen Nebenerwerbshöfen aufmerksam, und sprach sich für eine Fortsetzung der Förderung zum Erhalt der Nebenerwerbslandwirtschaft aus. Da konnte auch Bernd Grasshof mitgehen, der sich für den Erhalt der „kleinteiligen Landwirtschaft“ aussprach.
Auch die Themen Wald, Wasser kamen zur Diskussion, dem vielfältigen Input der Gesprächsrunde hatten die Politikerinnen und Politiker nicht immer etwas entgegenzusetzen, waren aber oft ehrlich genug zu sagen, bei einigen Themen nicht voll auf der Höhe zu sein. Und dann ging es noch um Klimakrise und Klimawandel und die damit zusammenhängende kommunale Wärmeplanung und das Thema „Schwammstadt“, echte und drängende Zukunftsprobleme, bei der die Gäste aus der Politik eine Menge von den Expertinnen und Experten von NABU und BUND mitnehmen konnten.




